Historie![]() Anfänge und Etablierung des Verbands in Fachkreisen – 1976 bis 2003. Die Wurzeln des BDF reichen bis in die 70er Jahre zurück. Am 29. April 1976 schlossen sich die Bavaria/Germanair, die Hapag Lloyd und die LTU zur „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Luftfahrtunternehmen“ zusammen. Später gehörten zu den aktiven Fluggesellschaften außerdem die Aero Lloyd (nicht mehr existent), Condor, Germania (Nachfolgegesellschaft von Bavaria/Germanair), Hapag Lloyd (heute Hapagfly) und die LTU. Sitz der ADL war Bonn, von wo aus die jeweiligen Geschäftsführer mit jeweils einer Sekretärin und tatkräftiger Unterstützung aus den Airlines die Aktivitäten steuerten.
![]() Unter den Gründer-Geschäftsführern, zunächst gemeinsam Otto Freiherr von Bechtolsheim und Hans Richter (vor ADL: Berufslobbyist im maritimen Bereich; schon sehr schnell wurde er zum alleinigen Geschäftsführer der ADL), Heinz-B. Schild (vor ADL: PanAm-Mitarbeiter und ITS-Geschäftsführer) und Dr. Detlef Winter (vor ADL: Abteilungsleiter Bundesverkehrsministerium und Finanzvorstand Frankfurter Flughafen AG) entwickelte sich der Verband trotz begrenzter Ressourcen zu einer etablierten Größe bei den zuständigen Ministerien auf Bundes- und Landesebene und in den jeweiligen Flughafenbeziehungen. Die Außenwirkung der Arbeitsgemeinschaft war in dieser Zeit wesentlich getragen von den Präsidenten der ADL, nämlich Claus Wülfers (Geschäftsführer Hapag Lloyd), Hans-Joachim Driessen (Geschäftsführer LTU), und Dieter Schenk (Geschäftsführer Hapag Lloyd). Die Arbeitsgemeinschaft entwickelt sich zum Bundesverband
Im Laufe der Zeit liberalisierte sich der Luftverkehrsmarkt. Die Geschäftsmodelle von Chartercarriern und Linienfliegern wurden durch die sogenannten Low Cost Carrier herausgefordert. Mittlerweile finden sich immer mehr Mischformen auf dem Markt.
Diese Entwicklung und die Etablierung der ADL gerade auch als Ansprechpartner für die Flughäfen führten dazu, dass sich die Lufthansa zunehmend für die Aktivitäten der ADL interessierte. Joachim Hunold, der im Juni 2003 die Präsidentschaft übernahm, hatte außerdem von Anfang an fest vor, den Verband noch stärker zu etablieren und weiter zu professionalisieren. Er engagierte sich stark dafür, dass die Lufthansa 2005 Vollmitglied wurde.
![]() Für ihn war außerdem klar, dass der Verband in eine verbandstypische Rechtsform überführt werden (einen e.V.) und seinen Sitz von Bonn nach Berlin verlegen musste: Seit Mai 2005 ist die ADL in der Albrechtstraße 10 in Berlin Mitte präsent. Schließlich gelang es dem damaligen Geschäftsführer Dr. Winter und dem Präsidenten Hunold eine geeignete Nachfolgerin für die Phase des Neuanfangs zu gewinnen: Dr. Tanja Wielgoß, die damals als Projektmanagerin der Unternehmensberatung Roland Berger u.a. die Initiative Luftverkehr für Deutschland koordinierte.
Im August 2005 übernahm sie die Geschäftsführung. In dieser Zeit zog der Verband vollständig von Bonn nach Berlin. Es wurde eine elektronische Wissensbasis etabliert. Gleichzeitig stieß Fr. Wielgoß eine Strategie- und Positionierungsdiskussion innerhalb des Verbands an. Diese führte zu der klaren Schwerpunktsetzung bei den vom Verband bearbeiteten Themen: Flughäfen, Sicherheit und Umwelt.
Innerhalb Deutschlands ist es das Credo des Verbands, mit den vielen Interessenvertretern, die ähnliche Zielsetzungen haben, so eng wie möglich zusammen zu arbeiten. Dieses ist nicht nur ein Gebot, um die Schlagkraft der vertretenen Positionen zu erhöhen, sondern auch notwendig, um die Ressourcen optimal zu nutzen. Auf diese Weise entstanden bereits mehrere verbandsübergreifende Stellungnahmen – u.a. zum Fluglärmgesetz, zum Emissionshandel, zum Nachtflug. |




